-26.06.2026
Das 219 Seiten starke Dokument ist weit mehr als ein Verwaltungsdokument, es ist das zentrale Steuerungsinstrument der Gemeinde für den Ernstfall. Der Katastrophenschutzplan regelt, wer in einer Krise was zu tun hat: Einsatzleitung, Gemeindeführungsstab, Sachverständige und Verbindungsoffiziere sind klar definiert, Alarmierungs- und Kommunikationswege festgelegt. Ergänzt wird das Dokument durch Pläne, Fotodokumentationen und Zugangsbeschreibungen zu wichtiger Infrastruktur sowie durch Anleitungen, Checklisten und Formulare - alles, was Einsatzkräfte und Gemeindeorgane im Ernstfall sofort griffbereit brauchen.
Inhaltlich liegt der Schwerpunkt auf zwei zentralen Szenarien: dem Ausfall der Trinkwasserversorgung sowie einem Blackout - also einem großflächigen, länger andauernden Stromausfall, der Wasserversorgung, Gesundheitseinrichtungen, Kommunikation und Verwaltung gleichermaßen lahmlegen würde. Für beide Szenarien enthält der Plan konkrete Notfallmaßnahmen, abgestimmt mit Einsatzorganisationen, Behörden, dem NÖ Zivilschutzverband und Betreibern kritischer Infrastruktur.
BGM Ing. Alfred Babinsky betont die Bedeutung des Beschlusses: "Wir hoffen, diesen Plan nie in vollem Umfang brauchen zu müssen. Aber wenn der Ernstfall eintritt, werden wir vorbereitet sein. Ein Katastrophenschutzplan ist wie eine Versicherung - sein Wert zeigt sich nicht im Alltag, sondern genau dann, wenn es darauf ankommt."
Der Beschluss fügt sich in eine konsequente Linie ein: Schon 2025 wurde die Stadtgemeinde Hollabrunn vom NÖ Zivilschutzverband als "krisensichere Gemeinde" mit vier von fünf Sternen zertifiziert - ausgezeichnet von LH-Stv. Dr. Stephan Pernkopf, LR Martin Antauer und Verbandspräsident LAbg. BGM Christoph Kainz. Der nun beschlossene Katastrophenschutzplan setzt diesen Weg konsequent fort.
Foto: Die Fahrzeugflotte der Hollabrunner Stadtfeuerwehr. Fotocredit: Stadtgemeinde Hollabrunn
Martin Kührer
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