Rebenkrankheit „Goldgelbe Vergilbung" auf dem Vormarsch
Die Landes-Landwirtschaftskammer informiert die Bevölkerung über eine zunehmende Bedrohung für den Weinbau in der Region: die Goldgelbe Vergilbung (Grapevine flavescence dorée, kurz GFD).
- 17.4.2026
Die Krankheit wird durch Phytoplasmen verursacht - zellwandlose Bakterien, die von der nur wenige Millimeter großen Amerikanischen Rebzikade übertragen werden - und führt zum vollständigen Absterben befallener Rebstöcke innerhalb weniger Jahre.
In Niederösterreich ist die Krankheit bislang noch nicht aufgetreten, doch Experten rechnen in nächster Zeit mit dem ersten Nachweis. Seit 2009 breitet sie sich in Österreich aus - zunächst in der Steiermark, seit 2015 auch im Burgenland.
Befallene Reben müssen gerodet werden, da die Goldgelbe Vergilbung als EU-Quarantänekrankheit gelistet ist und keine direkte Behandlungsmöglichkeit besteht. Bekämpft werden muss der Hauptüberträger, die Amerikanische Rebzikade, mit zugelassenen Insektiziden - am besten im Juni, wenn sich die Larven noch im dritten Stadium befinden und noch nicht flugfähig sind.
Reben in Hausgärten
Besonders hingewiesen wird auch auf Weinreben in Hausgärten und verwilderte Weingärten: Sie begünstigen die unkontrollierte Ausbreitung der Zikade und gefährden damit auch benachbarte Weinbaubetriebe. Im privaten Bereich können ergänzend Klebefallen (Gelbtafeln) von Juli bis Oktober eingesetzt werden.
Weitere Informationen: rebschutzdienst.at
Weinbauberatung der LK NÖ: 05 0259 22200