HOLLABRUNN
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Geschichte von Hollabrunn


 

Das Stadtarchiv Hollabrunn


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In jedem privaten Haushalt finden sie einen Schrank, wo Familienpapiere, Zeugnisse, Versicherungspolicen oder Verträge aufbewahrt werden, um jederzeit sein eigenes Recht wahren zu können. Die gleiche Aufgabe erfüllt das Stadtarchiv Hollabrunn für die Verwaltung der Stadt, indem hier die Archivalien (Urkunden, Akten, Handschriften, Pläne usw.) übersichtlich geordnet und verwahrt werden.

Zudem sammelt das Stadtarchiv Hollabrunn Publikationen und Bildmaterial über Hollabrunn und seine Umgebung - Zeitungen, Vereins- und Festschriften, Plakate, Fotos, Pläne, Flugblätter und Aushänge, Bücher und Arbeiten mit Bezug auf Hollabrunn - und übernimmt auch private Nachlässe. Dieses Material steht, so es keinen Sperrfristen oder anderen Einschränkungen unterliegt, Ämtern, der wissenschaftlichen Forschung sowie allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung.



Kontakt:
Telefon: 02952 2102 251
Mail: stadtarchiv[at]hollabrunn.gv[punkt]at

Öffnungszeiten:
jeden Dienstag von 13 bis 18 Uhr
Aus organisatorischen Gründen ist allerdings eine Voranmeldung per Mail oder Telefon notwendig.

Benützungsordnung des Stadtarchivs Hollabrunn

Merkblatt zum Umgang mit Archivalien

Merkblatt für das Verhalten in den Archivräumen



Geschichte des Stadtarchivs Hollabrunn
Das im Jahr 1903 gegründete Städtische Museum Oberhollabrunn bewahrte seit seinen Anfängen die Archivalien der in Hollabrunn ansässigen Handwerkszünfte (Bäcker, Bader und Wundärzte, Schneider, Schmiede, Schuster u. a.), kaufte im Jahr 1928 bedeutendes Schriftgut aus dem Raum Retz und übernahm nach einer Übersiedlung (1928) von den Grafen Schönborn-Buchheim das umfangreiche Archiv (etwa 80 Archivkartons) der ehemaligen Feudalherrschaft Sonnberg (mit Sitzendorf, Groß, Spitz, Arbesbach und Merkenstein zu Gainfarn).
Diese Bestände wurden nach der endgültigen Etablierung des Museums in der Hofmühle (1974) vom Gemeindebediensteten Walter Johann Fittner ausgeschieden, mit dem Archivgut der Stadtgemeinde (Urkunden ab 1396, Marktprotokolle ab 1686, Gemeinderechnungen seit 1689, Abgabenbücher, Aktenbestände und Urkundensammlungen seit der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts, alte Registraturen aus dem Rathaus, Gemeindearchive der 1969 bzw. 1972 eingemeindeten 21 ehemaligen Ortsgemeinden) zusammengeführt und um weitere Bestände (Dekanatsarchiv, Bestände anderer Feudalherrschaften, Fotosammlung, Nachlässe, Schularchive, Krankenhausprotokolle u. a.) vermehrt.
Seit 2007 befindet sich das Stadtarchiv Hollabrunn im Gebäude des ehemaligen Kapuzinerklosters und ist einmal in der Woche für die Öffentlichkeit zugänglich.



Stadtarchiv Hollabrunn - Bestand:
Das Bestandsschema des Stadtarchivs Hollabrunn kann hier heruntergeladen werden.

Herrschaftsarchiv Sonnberg - Bestand:
Das Sonnberger Archiv im Stadtarchiv Hollabrunn umfasst den um 1934 noch vorhanden gewesene Rest des Archivs der gräflichen bzw. fürstlichen Familie Dietrichstein, die von 1662 bis 1864 über die Herrschaft Sonnberg und die damit verbundenen Herrschaften Oberhollabrunn und Raschala gebot. Der Umstand, dass die Dietrichstein auch Inhaber der Herrschaften Sitzendorf und Groß im Bezirk Hollabrunn, der Herrschaft Arbesbach im Waldviertel, des Marktes Spitz in der Wachau mit Großheinrichschlag im Dunkelsteinerwald, der ausgedehnten Herrschaft Merkenstein (Gainfarn, Bad Vöslau) mit Großau und den Herrschaften Kottingbrunn und Pottenstein im Industrieviertel gewesen sind, darüber hinaus auch über bedeutenden Hausbesitz in Wien verfügten - die Parzellierungen ihrer vorstädtischen Sommerpalais im 18. Jahrhundert waren von grundlegender Bedeutung für die Stadtentwicklung im 8. und 9. Wiener Gemeindebezirk - gibt den in Hollabrunn verwahrten Archivalien mit ihrem vielfältigen Spektrum für die Landesgeschichtsforschung Gewicht.

Mit der Aufarbeitung des Schriftgutes ist erst im Jahr 2013 begonnen worden, ein Abschluss der Arbeiten ist derzeit nicht abzusehen. Das Sonnberger Archivgut ist absolutes Brachland, eine eingehende systematische Durchforstung der Bestände ist bisher noch nie erfolgt; viele Überraschungen stehen also noch bevor.

Die Signaturen II und III sind von der ursprünglichen Aufstellung im Schloss Sonnberg übernommen worden, sie bezogen sich auf die Archivkästen, in denen sie damals verwahrt worden sind. Die Signatur I wurde für einen Aktenbestand gewählt, den die Kustoden des Stadt- und Heimatmuseums Hollabrunn - aus dessen Beständen das Sonnberger Archiv bei der Einrichtung des Stadtarchivs Hollabrunn ausgegliedert worden ist - beim Versuch einer Katalogisierung als "Anhang" bezeichnet hatten. Alle bisher nicht erfassten Schriftstücke wurden mit der Signatur IV versehen.

Für die Reihenfolge der Aktenstücke gibt es kein Kriterium, die einzelnen Faszikel wurden dem ungeordneten Aktenberg willkürlich zur Bearbeitung entnommen und provisorisch in Kartons zusammengefasst. Die in [ ] stehende Ziffer gibt die Seitenanzahl des jeweiligen Faszikels an.



Die Heraldisch-Genealogische Gesellschaft "Adler" in Wien (DI Herbert Fischer) hat das Personen-, Orts- und Sachregister zum Herrschaftsarchiv Sonnberg in ihre Online-Datenbank aufgenommen, wo es ständig ergänzt wird.
Index Sonnberg (Regesten)


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