Stadtgemeinde Hollabrunn
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Geschichte der Stadt
Die Stadt Hollabrunn, inmitten fruchtbaren, hügeligen Rebenlandes im Tal des Göllersbaches gelegen, ist Zentralort des westlichen Weinviertels. Das Stadtgebiet grenzt unmittelbar an den Ernstbrunner Wald, das größte, zusammenhängende Eichenwaldgebiet Österreichs.
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Bild: kul_Stadtarchiv-Keller.JPG
Stadtarchiv Hollabrunn
In jedem privaten Haushalt finden sie einen Schrank, wo Familienpapiere, Zeugnisse, Versicherungspolicen oder Verträge aufbewahrt werden, um jederzeit sein eigenes Recht wahren zu können. Die gleiche Aufgabe erfüllt das Stadtarchiv Hollabrunn für die Stadt, indem hier die Archivalien übersichtlich geordnet und deponiert werden.
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Bild: kul_Stadtarchiv-Chronik.jpg
Chronik der Stadt Hollabrunn
Hier kann die gesamte Stadtchronik heruntergeladen werden.
Stadtchronik Hollabrunn

Auszüge aus der Stadtchronik
v. Chr.:
um 100.000 v. Chr.
-Faustkeil des Neanderthalers (Oberflächenfund zwischen Hollabrunn und Aspersdorf)

ab 5.500 v.
-Mit Beginn der Jungsteinzeit werden die fruchtbaren Böden des Weinviertels regelmäßig von einer sesshaften, bäuerlichen Bevölkerung besiedelt, weshalb zahlreiche Funde, Siedlungsplätze und Grabstätten aus allen Epochen vorliegen.

1.250 v.
-ausgedehntes Gräberfeld "An der Aspersdorfer Straße" [1991-2003], großteils Brand und Urnengräber aus der Urnenfelder Kultur/Späte Bronzezeit

800 v.
-Siedlungsfunde (Grubenhäuser und Vorratsgruben) aus der Hallstatt- und der Latenezeit beim Zubau des Landesjugendheimes [2012], in der Kaplanstraße und am Südrand von Aspersdorf. Reiches hallstattzeitliches Hügelgrab einer wohlhabenden Dame an der Aspersdorfer Straße
[1991].

n. Chr.:
um 200
-Germanische Siedlungen entlang des Göllersbaches nördlich von Hollabrunn. Markomannen im Kontakt mit den römischen Provinzen, tauschen u.a. römische Hausrinder ein.

um 1040
-Gründung des Ortes, planmäßige Besiedlung aus dem Raum um Augsburg; auf Augsburg verweisen auch die Patrozinien von Hollabrunn (Hl. Ulrich) und Eggendorf im Thale (Hl. Afra).
Erstnennungsurkunde

1135
-erste urkundliche Nennung: Weingartenschenkung an das bayerische Kloster Reichenbach (Kreis Cham, Oberpfalz)
"...in austria holerbrunnen willolvisdorf manos VII et uineas tres..." (In Österreich, Hollabrunn, Willolvisdorf Häuser 7 und Weingärten 3)

vor 1377
-Marktrecht

1565
-11. Juli Marktwappenverleihung: Geteilter Schild. In der oberen Hälfte auf blauem Grund eine goldene Wolfsangel, begleitet von zwei Sternen. In der unteren Hälfte ein Gewässer mit Schwan vor einem Brunnen (aus Anlass der Stadterhebung 1908 wurde die Mauerkrone beigefügt)

1579
-Lateinunterricht an der Hollabrunner Schule

1580
-Hollabrunn ist zur Gänze protestantisch

1624
-Wolf Georg von Gilleis auf Sonnberg, Raschala und Oberhollabrunn; er konvertiert zum Katholizismus

1645
-Verwüstung durch die Schweden unter General Torstenson

1649
-Die Fahrpost Wien - Hamburg über Hollabrunn und Prag benötigt 14 Tage

1681
-Errichtung der Pestsäule am Hauptplatz, Figurenschmuck ergänzt 1713.

1683
-König Johann III. Sobieski von Polen und Herzog Karl V. von Lothringen in Hollabrunn (Lager an der Aspersdorferstraße) vor dem Entsatz Wiens (Türkenbefreiung)

1702
-Installierung der philosophisch-theologischen Hauslehranstalt der Kapuziner am Hollabrunner Kapuzinerkloster

1708
-Versetzung eines neuen Prangers; Florianibrunnen am Lothringerplatz
(mit dem Schaft des alten Prangers)

1716
-Gründung des Schützenvereins (Schützenhaus 1880 wegen Bau des Seminars geschliffen, Neubau in der Wienerstraße 1881)
Schützenhaus

1746
-3. Juni (letzte?) Hinrichtung auf dem Galgenberg (Kindesmörderin)

1783
-Aufhebung des Kapuzinerklosters

1805
-Schlacht bei Oberhollabrunn bzw Schöngrabern (Tolstoj, "Krieg und Frieden") epigraphischer Hinweis auf die "Schlacht bei Hollabrunn" am "Arc de triomphe" in Paris

1850
-Oberhollabrunn wird Sitz von Bezirksverwaltungsbehörde und Bezirksgericht, der "Gerichtssaal" befindet sich zunächst im Haus Pfarrgasse 6

1865
-Anschluss an das Telegraphennetz

1871
-Eröffnung der Teilstrecke Stockerau - Znaim "k.k.priv.österr.Nordwestbahn" (1. November) für den Personen- und Güterverkehr als "Süd-Norddeutsche Verbindungsbahn".

1878
-Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Oberhollabrunn.

1884
-Errichtung der Jahn-Turnhalle
Janturnhalle

1891/93
-Abbruch der Häusergruppe an der Einmündung der Th. Körnergasse in den Hauptplatz ("Stöckl")

1893
-Mädchen Volks- und Bürgerschule im Haus Koliskoplatz 7 errichtet

1896
-zweiklassige Knabenbürgerschule im Haus Kirchenplatz 4

1898/99
-Errichtung des Jugendstilgebäudes Hauptplatz 13

1899
-Erweiterung des Amtsgebäudes, neuer Flügel an der Winiwarterstraße; der an die ehem. Klosterkirche angrenzende Zubau war 1892 fertiggestellt worden

1901
-Gründung der Israelitischen Kultusgemeinde Oberhollabrunn

1905
-Adaptierung des Hauses KN 187 (Hauptplatz 1) als Rathaus; 1907 Turm aufgesetzt

1906
-Hollabrunn wird Standort einer Lehrerbildungsanstalt; Grundsteinlegung des Hauses Reucklstraße 9 anlässlich der Stadterhebungsfeier 1908.

1908
-18.06. Stadterhebung (Stadterhebungsfeier am 4. Oktober)
-Der Hollabrunner Prähistoriker Dr. Josef Bayer ist an der Entdeckung der "Venus von Willendorf" beteiligt.
Venus von Willendorf, Gedenktafel am Geburtshaus, Dr. Josef Bayer

1916
-Errichtung des Barackenlagers südlich der Stadt.

1928
-Ortsnamensänderung am 2. Jänner von "Oberhollabrunn" in "Hollabrunn"

1940
-Offizielle Auflösung der Israelitischen Kultusgemeinde Hollabrunn

1945
-April/Mai russische Bombenabwürfe über Hollabrunn

1945
-Abzug der deutschen Truppen am 7. Mai (Brückensprengungen), am 8. Mai Einmarsch der Roten Armee. Der letzte Frontverlauf war seit 19. April bei Enzersdorf im Thale. Anfänglich sind 6000 Mann Besatzungstruppen in der Stadt, die z.T. zwischen der Straße nach Magersdorf und dem Friedhof biwakieren. Die Kommandantur zieht im Rathaus ein. Im ehem. Seminar wird der Stab eingerichtet.

1947
-Das Rathaus wird wieder von der Gemeindeverwaltung übernommen, es befand sich seit 1945 im Haus Bahnstraße 22.

1954
Sonderausgabe blickpunkt

-erstes "Hollabrunner Volksfest"

1955
-Abzug der letzten Russen aus Hollabrunn

1965
-Die Weisleinmühle wird als letzte der Hollabrunner Mühlen stillgelegt

1972
-Entstehung der Großgemeinde Hollabrunn durch Eingemeindung (21 Orte)
-Eröffnung des Stadtsaals

1974
-Adaptierung der Alten Hofmühle als Museum

1975
-Sporthalle geht in Betrieb

1976
-Eröffnung der HTL

1984
-Errichtung des Pfarrzentrums St. Ulrich

1987
-Umfahrung der B 303 eröffnet (Spatenstich 1981)

1992
-Neues Krankenhaus geht in Betrieb

1994
-Eröffnung der Fußgängerzone und des neu gestalteten Hauptplatzes

1997
-Eröffnung der Stadtwerke in der Steinfeldgasse, Übersiedlung des Wasserwerkes und des Bauhofes von der Josef Weisleinstraße hierher

1998
-Fernheizwerk (Holz-Hackschnitzel) errichtet
-Schließung des alten Schlachthofes der Stadtgemeinde
Schlachthof

2000
-Eröffnung Einkaufszentrum Eurocenter westlich der Aspersdorferstraße
-Inbetriebnahme des freien Radiosenders GymRadio 94,5

2001
-Eröffnung des Regionalen Innovationszentrums (RIZ)

2002
-Hollabrunn wird Hochschulstadt Uni-Zentrum Hollabrunn für Wirtschaftsingenieurwesen, Umweltmanagement und Betriebswirtschaft (Bachelor-Studium)

2004
-Sozialpsychiatrische Tagesklinik am Krankenhaus Hollabrunn (auch für die Bezirke Korneuburg und Mistelbach (Spatenstich 24. Oktober 2002)

2006
-HTL um einen Zubau von 3000m² Nutzfläche erweitert

2007
Logo

-Beginn der Einrichtung des Stadtarchivs Hollabrunn im ehem. Zellentrakt des Bezirksgerichts, Koliskoplatz 8.
-Das neue Logo für Hollabrunn wird erstellt.

2008
-Hollabrunn feiert sein 100jähriges Bestehen als Stadt!
-Baubeginn des neuen Kindergartens in der Robert Löfflerstraße

2010
-Abschluss der Kanalerrichtung in den Katastralgemeinden
-Eröffnung der neuen Volksschule und des Kindergartenzubaus in Breitenwaida

2011
-Eröffnung Sparmarkt Breitenwaida

2012
-Biomasseheizwerk und Fernwärmeleitungen der EVN
-Eröffnung des Einkaufzentrums "KAUFein"

2013
-Rathaus barrierefrei umgebaut, neuer Eingang in der Kirchengasse

2014
-Themenweg "Auf den Spuren der Kellerkatze" eröffnet



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